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CodexMundi Gelehrter Atlas der Sinne, die beim Überschreiten von Grenzen verloren gehen

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Lautes Naseputzen in der Öffentlichkeit (Korea)

Lautes Naseputzen: im Westen normal, in Korea und Ostasien tabu.

Vollständig✓ GeprüftNeugier

Kategorie : Paralanguage, Stille, LachenUnterkategorie : sons-corporelsVertrauensniveau : 4/5 (partiell fest)Benutzername : e0226

Bedeutung

Zielrichtung : Lautes Naseputzen in der Öffentlichkeit aus westlicher Sicht (USA, Kanada, Frankreich, Deutschland): eine routinemäßige hygienische Handlung, seit dem 19. Jahrhundert hygienisch geschätzt, ohne besondere soziale Absicht.

Interpretierter Sinn : In Korea, Japan, China, Taiwan und im konfuzianischen Raum ist derselbe Akt tabu: wahrgenommen als Mangel an persönlicher Kontrolle, Verletzung der konfuzianischen körperlichen Zurückhaltung, Zeichen von Unhygiene und Respektlosigkeit in geteilten Räumen. Ursprung im Joseon-Verhaltenskodex (1395) unter König Taejo.

Geographie des Missverständnisses

Neutral

  • south-korea
  • north-korea

1. Die Geste/der Ton und ihre/seine erwartete Bedeutung

Das hörbare Geräusch des nasalen Ausstoßens in der Öffentlichkeit, oft begleitet von lautem und lang anhaltendem Naseputzen. In Südkorea und Ostasien wird dieses Verhalten als zutiefst beleidigend und als Zeichen eines ernsthaften Mangels an Selbstkontrolle angesehen. Lärm selbst wird als abstoßend empfunden, verbunden mit Unhygiene und mangelndem Respekt gegenüber anderen in gemeinsam genutzten Räumen.

2. Geographie des Missverständnisses

In der westlichen Welt (USA, Kanada, Frankreich, Deutschland) ist das laute Schnäuzen in der Öffentlichkeit eine banale und hygienisch wertvolle Handlung. Das Naseputzen in Verkehrsmitteln, im Büro oder auf der Straße wird als gesunde und normale Praxis angesehen. In Korea, Japan, China und Thailand löst derselbe Akt Verlegenheit, Abscheu und moralische Verurteilung aus. Insbesondere koreanische Frauen vermeiden es, sich in der Öffentlichkeit die Nase zu putzen, da sie das soziale Urteil fürchten und es vorziehen, auf private Orte zu warten.

3. Historische Entstehung

Der Unterschied ergibt sich aus zwei Sichtweisen auf den Körper und die öffentliche Hygiene. Die konfuzianischen Kulturen Ostasiens betonen die emotionale und körperliche Kontrolle (Kontrolle des Qi/Ki), wo das Zeigen von Körperprozessen einen Gesichtsverlust darstellt. Im Westen wurde die öffentliche Hygiene seit dem 19. Jahrhundert zu einer kollektiven Gesundheitspriorität, was zu einer Normalisierung der Körperreinigung in der Öffentlichkeit führte. Poyatos (2002) stellt fest, dass kollektivistische Kulturen unfreiwillige Körpergeräusche unterdrücken, während individualistische Kulturen sie tolerieren.

4. dokumentierte Vorfälle

Westliche Expatriates, die in Südkorea arbeiten, berichteten von tadelnden Blicken und Gemurmel, wenn sie sich bei geschäftlichen Besprechungen die Nase putzen. In koreanischen Etikette-Handbüchern wird ausdrücklich empfohlen, das Niesen oder Naseputzen zu entschuldigen. In Japan warnen westliche Reiseführer, dass Nasengeräusche als äußerst unhöflich und sogar obszön angesehen werden. Anthropologische Studien haben dokumentiert, dass koreanische Kinder bereits im Kindergarten sozialisiert werden, diese Geräusche zu unterdrücken.

5. Praktische Empfehlungen

**Benutzen Sie unauffällig ein Taschentuch, drehen Sie sich von anderen weg und minimieren Sie den Lärm. In Südkorea oder Japan sollten Sie den Raum kurz verlassen, wenn Sie sich laut schnäuzen müssen. Ein leises Schnäuzen ist besser als ein hörbares Schnäuzen. Entschuldigen Sie sich förmlich, wenn der Lärm unvermeidbar ist ("Shilsunghamnida").

**Schnäuzen Sie sich nicht in Meetings, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei formellen Mahlzeiten. Lachen oder sprechen Sie nicht, während Sie sich sichtbar die Nase putzen. Reiben Sie Ihre Nase nicht oder wischen Sie sie nicht kurz ab, da dies den Eindruck von Nachlässigkeit erweckt.

Alternativen: Benutzen Sie Taschentücher auf diskrete Weise. Schnäuzen Sie leicht, anstatt sich die Nase zu putzen. Entschuldigen Sie sich im Voraus ("Ich bin etwas erkältet/allergisch"). Bitten Sie um Erlaubnis, den Raum kurz verlassen zu dürfen.

Historischer Ursprung

Die konfuzianischen Kulturen Ostasiens legen Wert auf emotionale und physische Kontrolle nach dem Qi/ki-Prinzip, während im Westen die öffentliche Hygiene seit dem 19.

Dokumentierte Vorfälle

Praktische Empfehlungen

Zu tun

  • Utilisez un mouchoir discrètement, tournez-vous loin des autres, minimisez le bruit. En Corée du Sud ou au Japon, quittez brièvement la pièce si vous avez besoin de vous moucher bruyamment. Un sniff discret est préférable à un mouchage audible. Excusez-vous formellement si le bruit est inévitable (« Shilsunghamnida »).

Zu vermeiden

  • Ne pas vous moucher en réunion, en transport en commun ou lors de repas formels. Ne pas rire ou parler pendant que vous vous moucherez visiblement. Ne pas frotter votre nez ou l'essuyer brièvement, ce qui donne l'impression de négligence.

Neutrale Alternativen

Verwenden Sie Taschentücher auf diskrete Weise. Schnäuzen Sie leicht, statt sich die Nase zu putzen. Entschuldigen Sie sich im Voraus ("Ich bin etwas erkältet/allergisch"). Bitten Sie um Erlaubnis, den Raum kurz verlassen zu dürfen.

Quellen

  1. Nonverbal Communication across Disciplines, vol. 2: Paralanguage, Kinesics, Silence, Personal and Environmental Interaction
  2. Manwatching: A Field Guide to Human Behaviour
  3. The Geography of Thought: How Asians and Westerners Think Differently — and Why
  4. Etiquette in South Korea (section Nose blowing) —